Mischfonds

Informationen über viele verschiedene Fondsarten

Dachfonds

Ein so genannter Dachfond investiert wiederum in viele verschiedene andere Fonds.

Vergleich Dachfonds: Diese bieten eine breite Streuung

Dachfonds sind Investmentfonds, bei denen die Gelder der Anteilseigener nur in Anteilen in Investmentfonds angelegt werden. So gibt es beispielsweise Aktiendachfonds, der jedoch keine Aktien beinhaltet, sondern nur Anteile an anderen Aktienfonds. Alle Fonds, die in einem Dachfonds zusammengeschlossen sind, bezeichnet man in der Fachsprache als Subfonds.

Der Dachfonds muss bestimmten Anforderungen gerecht werden. So dürfen in ihm nicht mehr als 20 Prozent des gesamten Fondsvermögens in Anteilen einzelner Investmentfonds angelegt werden. Des Weiteren dürfen höchstens zehn Prozent der Anteile eines einzelnen Fonds erworben werden. In der Regel werden die Gelder des Dachfonds in eine gemischte Zusammenstellung von Investmentfondsanteilen investiert. Diese Mischung wiederum investiert dann in Aktien, Renten, Immobilien oder auch in Geldmarkttitel bzw. Geldmarktfonds.

Je nachdem, wie risikofreudig der Anleger ist, kann er unter Dachfonds mit unterschiedlich hohen Anteilen an Aktienfonds wählen. In Deutschland gibt es dafür inzwischen mehr als 1500 Publikumsfonds sowie Themen-, Branchen- und Regionalfonds, aus denen der Anleger wählen kann.

Da das Angebot an Fonds immer weiter wächst, ist die Auswahl der optimalen Mischung an Fonds für den Laien nicht so einfach. Daher ist es Anlegern sehr zu empfehlen, die Dachfonds von unterschiedlichen Fondsmanagern und, wenn möglich, auch von unterschiedlichen Gesellschaften managen zu lassen. Theoretisch verringert sich durch diese Mischung das Risiko für den Anleger, da die Diversifikation potentiell höher ist. Allerdings kann es bei dieser Anlagestrategie auch vorkommen, dass die verschiedenen Manager der unterschiedlichen Subfonds in einen Dachfonds mit denselben Werten investieren. Ist dies der Fall, ist die Diversifikation nicht höher und die höhere Sicherheit ist nicht mehr gegeben.

Grundsätzlich bieten Dachfonds aber eine hohe Sicherheit, denn durch die Streuung ist das Ausfall- und Kursrisiko gering. Des Weiteren muss die Auswahl der Fonds praktisch nur noch an die persönliche Risikobereitschaft des Anlegers angepasst werden.

Allerdings haben Dachfonds auch einige Nachteile, denn bei ihrem Erwerb werden die gleichen Gebühren fällig, die auch beim Kauf eines Aktienfonds auf den Anleger zukommen. Hierbei handelt es sich um einen Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent sowie um Verwaltungs- und Managementkosten, die zwei Prozent pro Jahr ausmachen. Des Weiteren sind die enthaltenen Investmentfonds in einem Dachfonds ebenfalls mit Ausgabeaufschlägen und Gebühren für das Management behaftet. Dies sind nur einige Gründe, sowohl die Renditen als auch die Kosten der einzelnen Dachfonds genau zu vergleichen.