Mischfonds

Informationen über viele verschiedene Fondsarten

Medienfonds

Investitionen in Spielfilme oder Serien.

Medienfonds: Investieren Sie in Hollywood Blockbuster

Bei einem Medienfonds handelt es sich um einen geschlossenen Fonds, mit dem ausschließlich eine Film- oder Fernsehproduktion finanziert wird. Durch die Investition wird der Anleger an den Erträgen beteiligt, den der Film bzw. die Fernsehproduktion einspielt.

Grundsätzlich besteht ein Medienfonds aus einer Gemeinschaft von Anlegern, die mit Filmlizenzen handeln oder einen Film herstellen. Dabei ist die GmbH & Co. KG die beliebteste Rechtsform, wobei die GmbH die persönlich haftende Gesellschafterin ist und nicht am Gesellschaftskapital des Fonds beteiligt sein muss. Die Geschäftsführer müssen auch nicht aus der Filmbranche kommen und die Kommanditisten sind hierbei die einzelnen Anleger.

Grund für diese Wahl der Rechtsform war die sog. Verlustzuweisung für den Anleger. Medienfonds erlebten in Deutschland ab dem Jahre 2000 ihre Blütezeit. Zu dieser Zeit war Deutschland das einzige Land auf der Erde, in dem bei Investitionen in Filme über Medienfonds ein Totalverlust steuerlich im ersten Jahr berücksichtigt wurde. So kauften sich viele Laien in Hollywoodproduktionen ein, die allerdings wenig Erfolge brachten. Erst vier Jahre später konnten einige Fondsgesellschaften Gewinne aus ihren Projekten ziehen. In den folgenden Jahren wurde die steuerliche Behandlung genauer definiert, was die Attraktivität dieser Geldanlage minimierte.

Heute greift die Steuervergünstigung nur noch dann, wenn der Fonds einem Filmhersteller gleichgestellt ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn er die wirtschaftliche Verantwortung trägt und Organisation übernimmt, den Film als verkaufsfertiges Produkt fertig zu stellen.